Zu den Herausforderungen des Anthropozäns (Anthropozän: vom Menschen geprägtes Erdzeitalter) für Bildung und Schule entwickelten Schüler*innen und Schüler des Fritz-Greve-Gymnasiums Malchin (Mecklenburg-Vorpommern), begleitet vom Projekthof Karnitz e.V., mit Mentor*innen und Künstler*innen Forscherfragen und Lösungsansätze.

Anhand ihrer Schule forschten sie als Bürgerwissenschaftler zu den Themen Energie, Digitalisierung, Ernährung, Schulgestaltung und Medien.

Ergebnisse ihres experimentellen Anthropozän-Schulprojekts präsentierten sie in einer Generalprobe am Montag, den 04. Juni 2018, im Fritz-Greve-Gymnasium. Unter Einbeziehung des Publikums aus Schulleitung, Lehrern und Eltern stellten die Schüler*innen ihre Forschungsthemen vor.

Gleichzeitig organisierten sie als Aktion für den Klimaschutz einen Carrotmob: ein Buffet, an dem die Besucher, gegen Spenden, Snacks (z.B. vegetarischen Quinoasalat und Quiche), Kaffee und Kuchen genießen konnten. Der Spendenerlös von etwa 100 Euro geht direkt in Energiesparmaßnahmen der Schulkantine, wo Energiesparlampen installiert werden sollen.

So hat Carrotmob macht Schule eine umfassende Energieberatung am Fritz-Greve-Gymnasium ermöglicht: Dabei prüften die Schüler*innen die Energieeffizienz des Schulgebäudes und errechneten mit Hilfe des Energieberaters sowie einer Software-Anwendung die notwendige Leistung und Größe einer Photovoltaik-Anlage (PVA), um den Energiebedarf der Schule mit Solarenergie decken zu können. Zur Umsetzung der Errichtung der PVA auf dem Dach des Schulgebäudes hat sich der Landkreis bereits positiv geäußert. Aktuell wird die Statik geprüft.

Antworten auf die Fragen:

  • Wie lässt sich Energie im Schulalltag effizienter nutzen? Und wie lässt sich ein Schulgarten finanzieren?
  • Wie verändert das das Anthropozän den Schulalltag? Wie kann Schule nachhaltig sein?

geben die Schüler*innen in einer experimentellen Schulstunde im Haus der Kulturen der Welt in Berlin (HKW), das sich am 13. und 14. Juni selbst in eine utopische Schule verwandelt.

 

Anmerkung: Text übernommen von Sina Ribak, Projekthof Karnitz e.V.